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Die alte Universitätsstadt Paderborn liegt im Nordosten
des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die größte Stadt und
Kreisstadt des gleichnamigen Kreises innerhalb der Region Ostwestfalen-Lippe
(Regierungsbezirk Detmold) ist nach der Landesplanung eines der Oberzentren
des Landes und hat den Status einer Großen kreisangehörigen
Stadt.
Die Stadt in ihren heutigen Grenzen besteht seit der Gebietsreform des
Jahres 1975, als die Stadt Paderborn durch Eingliederung umliegender Gemeinden
vergrößert wurde. Dadurch überschritt die Einwohnerzahl
die 100.000-Grenze und machte Paderborn zur Großstadt. Heute gehört
Paderborn mit ca. 140.000 Einwohnern zu den kleineren Großstädten
des Landes.
Geografie Tierheilpraktiker
Paderborn liegt im südöstlichen Winkel der Westfälischen
Tieflandsbucht, hart südlich der oberen Lippeniederung in der Quellmulde
der Pader, am Fuß der hier nach Süden und Osten ansteigenden
Paderborner Hochfläche und östlich des Austritts der Alme zur
Lippe. Mit ca. 4 km Länge ist die Pader, Namensgeber der Stadt, und
mit über 200 Quellen (=Born), der kürzeste Fluss Deutschlands.
Neben den genannten Flüssen gibt es im Stadtgebiet noch folgende
Seen: Altensenner See, Lippesee, Padersee, Nesthauser See, Rothesee
Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich im Stadtteil Neuenbeken
und misst 347 m über NN, der niedrigste im Stadtteil Sande und misst
94 m über NN.
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Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Paderborn. Sie
werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle
zum Kreis Paderborn:
Hövelhof, Bad Lippspringe, Altenbeken, Lichtenau, Borchen, Salzkotten
und Delbrück
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Geschichte Tierheilpraktiker
• Paderborn war bereits 777 Sitz eines Reichstages unter Karl dem
Großen.
• 799 war die Paderborner Pfalz Treffpunkt von Karl dem Großen
und dem damaligen Papst Leo III., der vor einer Rebellion aus Rom flüchten
musste. Er gründete das Bistum Paderborn, aus dem das heutige Erzbistum
Paderborn hervorging.
• 836 Überführung der Reliquien des hl. Liborius von Le
Mans nach Paderborn. Damit beginnt die älteste Städte Partnerschaft
in Europa.
• Im Alten Reich war die Stadt Hauptstadt des gleichnamigen Hochstiftes.
• 1295 - Mitglied der Hanse.
• 1614 - Gründung der Universität Paderborn.
• 1630 - Friedrich von Spee schreibt im Paderborner Jesuitenkolleg
die "Cautio Criminalis" gegen den Hexenwahn.
• 1802 - Das Fürstbistum Paderborn fällt an Preußen.
• 1803 - F. Sertürner, Apotheker aus Neuhaus, isoliert erstmals
Morphin aus Opium.
• 1807-1813 gehörte Paderborn zum napoleonischen Königreich
Westfalen
• 1816 - nach endgültiger Zugehörigkeit zu Preußen
nach dem Wiener Kongress 1815 wird Paderborn Sitz eines Kreises, der in
den folgenden Jahrzehnten mehrmals seine Grenzen verändert
• 1818 - Auflösung der Universität Paderborn durch die
preußische Regierung.
• 1879 - Eingliederung des Weilers Dören (Gemeinde Benhausen)
• 1930 - Das Bistum Paderborn wird zum Erzbistum erhoben. Seither
ist die Stadt Sitz der Mitteldeutschen Kirchenprovinz (Erzbistum Paderborn).
Dem Erzbistum sind zunächst die Bistümer Fulda und Hildesheim,
seit 1994 Fulda, Erfurt, und Magdeburg als Suffragane zugeordnet
• 1945 - Fast vollständige Zerstörung durch Luftangriffe
der Alliierten.
• 1969 - Eingliederung der Gemeinden Marienloh und Wewer
• 1972 - Neugründung der Universität Paderborn.
• 1975 - Im Rahmen des "Gesetzes zur Neugliederung der Gemeinden
und Kreise des Neugliederungsraumes Sauerland/Paderborn (Sauerland/Paderborngesetz)",
das mit Wirkung vom 1. Januar in Kraft tritt, werden die Gemeinden Benhausen,
Dahl, Elsen, Neuenbeken, Sande und Schloß Neuhaus mit der Stadt
Paderborn zur neuen Stadt Paderborn zusammen geschlossen. Dadurch überschreitet
die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze, Paderborn wird Großstadt.
Der Kreis Paderborn erhält seine heutige Ausdehnung durch Anschluss
des bisherigen Kreises Büren.
• 1994 - "4. Landesgartenschau NRW" in Paderborn am Schloß
Neuhaus.
• 1996 - Besuch von Papst Johannes Paul II.
• 1999 - Feier des Bistumsjubiläums und des 1200 jährigen
Jubiläums des Treffens von Karl dem Großen und Papst Leo III.
Religion
In Paderborn wurde im 9. Jahrhundert das gleichnamige Bistum gegründet,
aus dem sich später das Hochstift Paderborn als geistliches und zugleich
weltliches Territorium innerhalb des Heiligen Römischen Reichs deutscher
Nation entwickelte, das bis 1802 bestand. Von Lippstadt und Hessen aus
wurde ab 1525 versucht, die Reformation einzuführen. Sie begann im
Minoritenkloster und wurde aber 1528 durch einen Aufruhr Bischofs Erich
beendet. 1532 begannen erneut Versuche im Minoritenkloster die Reformation
einzuführen. Ab 1566 gab es sogar starke Bestrebungen, die Reformation
einzuführen, sogar im Domkapitel. Die Marktkirche wurde protestantisch.
Ab 1580 erfolgte durch die Jesuiten eine starke Rekatholisierung, 1596
ließ Bischof Dietrich die protestantische Marktkirche gewaltsam
schließen. Trotz großer Unterstützung durch die Hessen
konnte sich die protestantisch gesinnte Stadt jedoch nicht durchsetzen,
da sich Bischof Dietrich 1604 die Stadt wieder vollständig unterwarf.
Danach gab es keine protestantischen Gottesdienste mehr in der Stadt.
Ein kurzes Aufblühen des Protestantismus um 1622 konnte jedoch den
Katholizismus nicht mehr besiegen und so blieb Paderborn bis 1802 eine
ausschließlich katholische Stadt. Neben dem Dom gab es mehrere Pfarrkirchen.
Nach Aufhebung des Hochstifts Paderborn wurde Anfang des 19. Jahrhunderts
das Bistum Paderborn neu umschrieben und auf Grund des Preußenkonkordates
von1929 im darauf folgenden Jahre zum Erzbistum erhoben. Die heutigen
Pfarrgemeinden der Stadt gehören alle zum Dekanat Paderborn innerhalb
der Region Hochstift des Erzbistums.
Ab 1802 formierte sich auch eine protestantische Gemeinde, die infolge
Zuzugs immer weiter wuchs. Ihr wurde zunächst die Abdinghofkirche,
dann die Alexiuskapelle, 1817 die Busdorfkirche und 1863 endgültig
die Abdinghofkirche zur Verfügung gestellt. Gehörten die Protestanten
der Stadt zunächst zur Kreissynode Bielefeld, so wurde Paderborn
1840 Sitz einer eigenen Kreissynode mit einem Superintendenten innerhalb
der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. deren westfälischer
Provinzialkirche. Aus der Kreissynode Paderborn entwickelte sich der heutige
"Kirchenkreis Paderborn", zu dem heute 24 evangelische Kirchengemeinden
innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen gehören. Der Kirchenkreis
umfasst alle Kirchengemeinden der Kreise Höxter und Paderborn sowie
die Kirchengemeinde Lügde aus dem Kreis Lippe. Die 3 Kirchengemeinden
auf dem Paderborner Stadtgebiet sind Paderborn (Abdinghofkirche, Martin-Luther-,
Markus-, Matthäus-, Johannes- und Lukas-Gemeindezentrum sowie Gemeindezentrum
Auf der Lieth), Elsen und Schloß Neuhaus (mit den Kirchen in Schloß
Neuhaus und in Sennelager). Die Protestanten der Stadtteile Benhausen,
Marienloh und Neuenbeken gehören zur benachbarten Kirchengemeinde
Bad Lippspringe.
Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Paderborn gibt es
auch noch verschiedene Freikirchen, darunter eine Evangelisch-freikirchliche
Gemeinde (Baptisten), die "Freie Christengemeinde" und das "International
Christian Fellowship (Lukas Zentrum)" (beide zum Bund Freikirchlicher
Pfingstgemeinden gehörig), eine Freie Evangelische Gemeinde (FeG)
und eine Adventgemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche (gegründet
1952, Kirchweihe 1963) ist in Paderborn vertreten. Des Weiteren gibt es
6 Gemeinden der Zeugen Jehovas, 4 davon in Englisch, Italienisch, Russisch
und Türkisch. An der Talle steht das Gotteshaus der Syrisch-Orthodoxen
Gemeinde.
In Paderborn existieren zwei islamische Gemeinden und eine jüdische
Gemeinde mit eigener Synagoge. Die jüdische Kultusgemeinde Paderborn
umfasst dabei die Kreise Paderborn, Soest und Höxter.
Im Jahr 2004 sind ca. 55% der Paderborner Bevölkerung katholisch,
20% evangelisch und 25% ohne Bekenntnis oder sonstiges.
Politik
An der Spitze der Stadt stand seit etwa 1100 ein vom Bischof ernannter
"comes civitatis". Seit dem 13. Jahrhundert kam allmählich
auch ein Rat und ein Bürgermeister auf. Bischof Bernhard V. gewährte
die freie Ratswahl, die jährlich an Silvester stattfand. Im 15. Jahrhundert
gab es einen 40-köpfigen Bürgerausschuss, welcher jährlich
an Mariä Lichtmess (2. Februar) gewählt wurde. Ab 1532 wurde
die Zahl auf 24 reduziert. Er wurden dann vom Rat, und dieser wiederum
vom Bürgerausschuss gewählt. Daneben gab es im 15. und 16. Jahrhundert
den "Vierer", ein aus den vier Bauerschaften der Stadt gewähltes
Gremium, das den Rat zu bestätigen hatte. 1599 bis 1604 leitete ein
fürstbischöflicher Amtmann und Schultheiß, der über
dem Rat stand, die Stadt. Der Rat hatte dann 12 Mitglieder, darunter 2
Bürgermeister und 2 Kämmerer. 1619 und 1639 wurde die Verwaltung
reorganisiert. Ab 1800 gab es einen Magistrat, der aus einem regierenden
und einem beisitzenden Bürgermeister, einem Syndikus, 2 Kämmerern,
8 Ratsherren und 4 Gemeinheitsdeputierten bestand. Ab 1805 gab es den
Stadtmagistrat mit einem Stadtdirektor und 1807 bildete die Stadt einen
Kanton mit einem Maire an der Spitze. In preußischer Zeit leitete
ein Bürgermeister und ein Rat die Stadt. Ende des 19. Jahrhunderts
trug das Stadtoberhaupt teilweise den Titel Oberbürgermeister.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Bürgermeister
von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung
der Britischen Besatzungszone einen neuen Bürgermeister ein und 1946
führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach
gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen
Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte
anfangs aus seiner Mitte den Bürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten
der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte
der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Stadtdirektor als Leiter
der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung
aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister.
Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant
der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Paderborns besteht aus der Kernstadt (dem Zentrum) und
den Stadtteilen Benhausen, Dahl, Elsen, Marienloh, Neuenbeken, Schloß
Neuhaus/Sande und Wewer (§ 3 der Hauptsatzung). Bei den sieben Stadtteilen
handelt es sich um die 1969 und 1975 im Rahmen der Gebietsreform eingegliederten
ehemals selbständigen Gemeinden, wobei Schloß Neuhaus und Sande
einen gemeinsamen Stadtbezirk bilden. Jedoch wird Sande weiterhin als
eigener Stadtteil geführt.
In den Stadtbezirken Schloß Neuhaus/Sande und Elsen werden vom Rat
der Stadt nach jeder Kommunalwahl Bezirksausschüsse eingerichtet.
Für die übrigen Stadtteile wählt der Rat der Stadt jeweils
einen Ortsvorsteher. Ferner gibt es in den Stadtbezirken Schloß
Neuhaus/Sande und Elsen jeweils eine Bezirksverwaltungsstelle. Die Bezirksausschüsse
und die Ortsvorsteher sollen die Belange des Stadtteiles gegenüber
dem Rat wahrnehmen und können auch bestimmte Aufgaben der laufenden
Verwaltung übertragen bekommen.
Neben den genannten Stadtteilen unterscheidet man noch einen weiteren
neu entstandenen Stadtteil Sennelager. Somit unterscheidet man in Paderborn
neben der Kernstadt (dem Zentrum) heute folgende Stadtteile:
Benhausen, Dahl, Elsen, Marienloh, Neuenbeken, Sande, Schloß Neuhaus,
Sennelager und Wewer
Wappen
Das Wappen der Stadt Paderborn zeigt in Rot vier goldene Pfähle unter
einem roten Schildhaupt mit durchgehendem ebenfalls goldenem Kreuz. Die
Stadtfarben sind rot-gelb. Das Wappen wurde der Stadt 1931 vom Innenministerium
des Staates Preußen verliehen. Es hat aber bereits eine alte Tradition.
Das Kreuz steht für das ehemalige Hochstift Paderborn. Die Pfähle
werden mit dem Stadtbanner erklärt, das in den Siegeln der Stadt
im 13. Jahrhundert auftaucht. Man spricht gelegentlich auch von einem
„redenden“ Wappen, denn die Pfähle können auch von
„Palborn“, der mundartlichen Bezeichnung der Stadt, herrühren.
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