Wikipedia Homöopathie |
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| Die
vier Grundsätze der Homöopathie:
1. similia similibus curentur ("Ähnliches
heile Ähnliches"). Bei der Behandlung wird versucht, das Symptombild
des Stoffes ("Arzneimittel-Bild") möglichst genau mit dem
Krankheitsbild jedes einzelnen Betroffenen in Beziehung zu bringen. (
= Individualisierung der Therapie.) Homöopathisch wird zum Beispiel
ein Durchfall behandelt, indem man nach 1.) eine Substanz wählt,
die selbst einen Durchfall mit gleichem Symptombild erzeugt und 2.) von
dieser eine sehr niedrig konzentrierte Verdünnung wählt, die
dem Kranken verabreicht wird. Erfolgreich ist die Behandlung, wenn das
individuell richtige Mittel gefunden wird und somit möglichst viele
symptomatische Übereinstimmungen.
Geschichte Der Arzt Samuel Hahnemann übersetzte eine englische Abhandlung über die Heilweise von Chinarinde bei Malaria. Er empfand die in dem Artikel bemühten Erklärungen als willkürlich und verfiel deshalb auf die Idee, als gesunder Mensch Chinarinde einzunehmen. Daraufhin bekam er einige der bekannten Malaria-Symptome. Diese Zufallsentdeckung löste seinen Forscherdrang aus, und er begann, weitere giftige Substanzen selbst einzunehmen, wie z. B. viele giftige Heilpflanzen. Die darauf auftretenden Symptome notierte er. Später behandelte er Kranke mit ähnlichen Symptombildern mit diesen Stoffen. Um sie ihrer Giftigkeit zu berauben, verdünnte er die Stoffe. Erstaunt war er selbst darüber, dass die Heilwirkung nicht verschwand, sondern sich sogar zu verstärken schien. Die von Hahnemann beobachteten Symptome sind jedoch für Chinin untypisch und entstammen eher einer Allergie Hahnemanns gegen Chinin. Zudem hat Hahnemann vorher tatsächlich an Malaria gelitten, es ist daher gut möglich, dass er sich an die entsprechenden Symptome erinnerte. Als historischen Verdienst der Lehre Hahnemanns kann auch einiges an Innovationen gesehen werden, die sie zur Zeit ihrer Konstitution als eine sinnvolle Alternative zur damaligen "Schulmedizin" darstellte. Viele damals gängige Mittel und Behandlungen gefährdeten den Patienten mehr, als sie halfen (nicht ganz umsonst nannte man diese Art der Medizin auch "heroische Medizin"). Dies erklärt die Bestimmung Hahnemanns, nur jeweils ein einziges Mittel geduldig anzuwenden und die eingehende Beschäftigung mit dem Patienten. Seine (aus chemischer Sicht) oftmals fast wirkstofflosen oder -freien "Mittel" trugen ebenfalls zur Durchsetzung eines "sanfteren" Weges der Medizin generell bei. Die heutige Homöopathie hat sich weit von Hahnemann entfernt. Galt zu Beginn noch die Aussage: Die Herkunft der Krankheit ist gleichgültig, Hauptsache ist die Symptome zu bekämpfen und damit dem Patienten sein Leiden zu lindern, so gilt heute eher der Grundsatz: nicht die Symptome, sondern die Ursachen der Krankheit zu bekämpfen.Tierheilpraktiker
Potenzierung Die homöopathischen Arzneimittel wie z.B. Tropfen, Tabletten, Globuli werden nach den Vorschriften des Deutschen Homöopathischen Arzneibuches ("HAB") durch stufenweises "Potenzieren" (Verdünnen: z.B. D1 = 1:10, D2 = 1:100) aus Urtinkturen (pflanzlichen und tierischen Ursprungs: Symbol: Ø oder mineralischen und chemischen Ursprungs: Symbol O) und aus indifferenten Verdünnungsmitteln wie Weingeist, destilliertes Wasser, Glycerin und Milchzucker hergestellt. Daneben gibt es zahlreiche fabrikmäßig hergestellte Fertigpräparate. Unter dem Potenzieren oder Dynamisieren verstehen Homöopathen dabei nicht nur eine Verdünnung. Durch mehrstufige Verreibung nach einem festen Schema oder durch Verschüttelung sollen die Arzneistoffe zusätzlich noch eine "Umwandlung" erfahren, bzw. die Flüssigkeit soll sich an die Substanzen der Urtinktur "erinnern". Mit jedem Potenzierungsschritt soll sich angeblich die Wirksamkeit der Ursprungssubstanz erhöhen, weil die latenten, dynamischen Kräfte der Substanz geweckt und entwickelt würden. Diese Sicht ist jedoch höchst umstritten und in keiner Weise belegt. Naturwissenschaftler gehen davon aus, dass ein echtes homöopathisches Medikament chemisch und wahrscheinlich auch physikalisch gesehen praktisch reines Wasser bzw. Milchzucker ist (s.u.). Entgegen weit verbreiteter Auffassung ist die Verdünnung unter die physikalische Auflösungsgrenze jedoch kein zwingendes Element der Homöopathie. Viele Heilpraktiker und einige Ärzte arbeiten in Deutschland gern mit Niedrigpotenzen (D4, D6), in denen die Stoffe noch in nennenswerter Konzentration vorliegen. Eine D6 enthält den Ausgangsstoff in der Verdünnung von 1:1.000.000, also in µg/g. Bei diesen nur schwach verdünnten Mitteln sind die regulären Dosis-Wirkungs-Beziehungen des verwendeten Stoffes zu beachten und unerwünschte Wirkungen möglich. THP Tierheilpraktikerin
Rabea Henkemeier Wadersloh Homöopathie,
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