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Tierheilpraktikerin

Rabea Wilke

Bielefeld und Umgebungen

 

 
 

 
Pythotherapie
 

 
   

Unter Phytotherapie (griech. phyton = Pflanze, therapeia = Pflege) oder Pflanzenheilkunde versteht man die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitungen. Schon vor mehr als 3000 Jahren behandelte man in China und Indien Krankheiten mit Hilfe von Heilpflanzen.
In allen Hochkulturen wurden sie eingesetzt und waren die bedeutendsten Heilmittel bis zum Beginn unseres Jahrhunderts.

Der Grieche Diokles von Karytos war der erste, der um 350 v. Chr. die Zubereitung und Anwendung von Heilpflanzen des östlichen
Mittelmeerraums in unserem Kulturkreis beschrieb.

Ein weiterer Grieche, Galen (129-199 n. Chr.), fasste in einem vielbändigen Werk die zu dieser Zeit bekannten Heilpflanzen mit detaillierten Zubereitungsanweisungen zusammen. Seine Ausführungen galten durch das ganze Mittelalter hindurch als verbindlich.

Paracelsus (1493-1541) versuchte die heimischen Heilpflanzen in seinem Werk "Herbarius" zu systematisieren. Mit Hilfe der Destillation trennte er die Essenz der Pflanze, das "Arcanum", von den unbrauchbaren Bestandteilen und gewann so den reinen Wirkstoff. Auf diese Weise erhielt er die ersten alkoholischen Pflanzenauszüge.
In dieser Zeit entstanden auch erste detaillierte Zeichnungen von Heilpflanzen in Kräuterbüchern. Im 15.und 16.Jahrhundert entstanden die ersten Herbarien (Sammlungen getrockneter Pflanzen), und botanische Gärten in Nürnberg, Padua, Pisa, Bologna und Heidelberg. Die Phytotherapie entwickelte sich durch genaue Beobachtung und Beschreibung der Pflanzen und ihrer Wirkungen zu einer Erfahrungswissenschaft, die immer mehr naturwissenschaftlich vorging.
Genau wie die Homöopathie ist die Phytotherapie eine spezielle Therapierichtung, die nicht nur naturwissenschaftliche Bewertungsmaßstäbe, sondern auch vorhandenes Erfahrnungsmaterial heranzieht.
Die Phytotherapie kennt verschiedene Zubereitungsarten von Heilmitteln. Sie können innerlich und äußerlich angewendet werden.
- Tee: zum Trinken, Spülen und Gurgeln
- Frischsäfte: aus frischen Pflanzenteilen zum Einnehmen
- Tinkturen: frische Pflanzenteile werden z.B. mit Alkohol übergossen und filtriert
- Aufgüsse: z.B. zum Inhalieren
- Umschläge und Wickel
Pflanzliche Mittel kann man bei leichteren, aber auch bei schweren und chronischen Krankheiten einsetzen. Jedoch sollte man nie vergessen, dass sich nicht alle Heilpflanzen zur Selbstbehandlung eignen und deren Anwendung immer eine fachkundige Beratung erfordert, weil sie zum Beispiel Giftstoffe enthalten können. Die Wirkung, aber auch die Nebenwirkungen von pflanzlichen Heilmitteln werden oftmals unterschätzt. Deshalb ist es unbedingt notwendig sich vor jeder Anwendung genauestens zu informieren, wie das entsprechende Mittel zubereitet und in welcher Dosierung es eingesetzt werden soll.